Blog
-
Was ist Tsipouro?
Tsipouro und griechische MezedesTsipouro ist eine griechische Tresterbrand-Spirituose, die traditionell aus den Pressrückständen der Weinherstellung destilliert wird. Typisch ist sein kräftiger, oft fruchtiger Geschmack. Je nach Region wird der Schnaps pur oder mit Anis aromatisiert hergestellt.
Tsipouro ist in Griechenland so etwas wie Kult!
Seit Jahrhunderten nutzen Griechenlands Weinbauern den Trester ihrer Trauben für das Brennen von Tsipouro. Der meist mindestens zweimal destillierte Schnaps gilt als fester Bestandteil der griechischen Ess- und Trinkkultur. Ich nenne ihn gern den griechischen Cousin vom Grappa.
Und tatsächlich: Im Heimatland des Ouzo hat Tsipouro diesen beim jährlichen Konsum mengenmäßig inzwischen sogar überholt. Interessant!
Und was ist bei uns mit dem Tsipouro los?
Im Land des Ouzo-Konsum-Weltmeisters fristet Tsipouro bisher (noch) ein eher bescheidenes Dasein. Doch langsam tut sich etwas.
Viele der über 4 Millionen Griechenland-Touristen aus Deutschland bringen von ihren Inselurlauben zunehmend bessere Geschmackserlebnisse rund um Tsipouro und Ouzo mit nach Hause.
Auch in ersten griechischen Restaurants mit gehobenem Niveau wurde dieser Trend erkannt. Dort findet man inzwischen häufiger Tsipouro oder Ouzo in kleinen 0,2-Liter-Flaschen auf der Getränkekarte.
Wie auch der Ouzo steht Tsipouro für ein Stück mediterranes Lebensgefühl.
Tsipouro und Ouzo – der Unterschied
Tsipouro wird immer aus Trester (den Pressrückständen der Weinherstellung) destilliert und kann mit Anis aromatisiert werden.
Ouzo dagegen wird in der Regel aus Agraralkohol destilliert und muss immer mit Anis aromatisiert sein.
Ich weiß, es gibt die bekannten Diskussionen darüber, ob man Tsipouro mit oder ohne Anis trinken sollte. Manche sind überzeugt, dass ein guter Tsipouro keinen Anis benötigt. In einigen Regionen Griechenlands ist es jedoch Tradition, Tsipouro mit Anis oder Fenchel zu aromatisieren.
Und auch diese Variante kann hervorragend schmecken.
Oder anders gesagt:
Wie trinken Sie Ihren Kaffee – mit oder ohne Milch?Mehr über die Unterschiede zwischen den griechischen Spirituosen erfahren Sie übrigens auch in unserem Beitrag über Ouzo, Tsipouro und Raki – die wichtigsten Unterschiede.
Tsipouro – wie genießt man ihn am besten?
Tsipouro wird oft als Digestif nach einem guten Essen serviert. Meist unverdünnt, bei Zimmertemperatur oder auf Eis.
Im Gegensatz zum Ouzo kann man Tsipouro ohne Anis auch gut im Kühlschrank lagern.
Im Winter wird Tsipouro übrigens gerne heiß getrunken – als Rakomelo mit Honig. Das lässt sich ganz einfach selbst zubereiten: Tsipouro mit zwei Esslöffeln Honig, etwas Zimt und ein paar Nelken kurz erhitzen.
Die Legende vom Selbstgebrannten aus dem Dorf
Der Gedanke an Opa’s Selbstgebranntem aus dem Dorf hat etwas Abenteuerliches. Es klingt nach Freiheit, nach Handwerk, nach einem ursprünglichen Destillat fernab industrieller Massenware.
Doch inzwischen habe ich dazu eine etwas differenziertere Meinung.
Die sogenannten „Zwei-Tage-Brennereien“ in Griechenland destillieren jedes Jahr aus den Weinen oder Weinresten der Privatleute eine beträchtliche Menge. Das geschieht legal auf Basis eines alten Gesetzes.
Obwohl Griechenland für Tsipouro und Tsikoudia keine steuerliche Ausnahmeregelung der EU erhalten hat, gilt für kleine Hobby-Brennereien ein stark ermäßigter Steuersatz von etwa sechs Prozent. Dazu kommen teilweise angebliche Schwarzimporte aus den Nachbarländern – was natürlich auch Steuerausfälle bedeutet.
Und wie steht es mit der Qualität des „Selbstgebrannten“?
Die kann tatsächlich hervorragend sein – besonders wenn Familien für ihren eigenen Bedarf produzieren und die volle Kontrolle über ihr Produkt haben.
Leider kursieren aber auch durchaus fragwürdige No-Name-Destillate. Gelblich gefärbt, geschmacklich grenzwertig und manchmal in gebrauchten Plastikbehältern transportiert.
Ich kann nach solchen Begegnungen durchaus von Kopfschmerzen, Herzrasen und einer schlaflosen Nacht berichten.
Ganz anders sieht es bei professionellen Brennereien aus. Dort wurde mir beispielsweise stolz gezeigt, welche lebensmittelechten und alkoholresistenten Schlauchleitungen verwendet werden.
Gerade bei Hygiene und Qualität können da Welten dazwischen liegen.
Ich liebe Tsipouro
Mein persönliches Fazit aus vielen Beobachtungen und Verkostungen:
Ich liebe edle, fruchtige Tsipouro ohne Anis, bei denen man noch den Ursprung des Weines in feinen Nuancen herausschmeckt. Besonders dann, wenn Holz und Kerne vor der Destillation sorgfältig getrennt wurden.
Wer guten Wein in Griechenland produziert, kann in der Regel auch hervorragenden Tsipouro destillieren.
Selbstgebrannte Varianten aus unbekannter Quelle können dagegen durchaus Überraschungen bereithalten. Deshalb greife ich neben unserem eigenen Familien-Tsipouro lieber zu Flaschen aus traditionellen Brennereien oder Genossenschaften.
Die wissen einfach, was sie tun.
Lieber eine kleine 0,2-Liter-Flasche mit schönem Etikett auf den Tisch stellen – sauber produziert und legal abgefüllt – als fragwürdigen Fusel aus einer gebrauchten PET-Flasche oder gar aus dem Plastikkanister.
Getreu meinem Motto:
Trinkt nicht irgendetwas – genießt mit Stil und Verstand!
Mein Fazit
Tsipouro ist für mich mehr als nur eine Spirituose. Er erzählt immer auch ein Stück griechischer Kultur – von Weinbauern, Tradition und geselligen Abenden mit Freunden.
Wer sich einmal intensiver mit dem griechischen Tresterbrand beschäftigt, entdeckt schnell eine erstaunliche Vielfalt. Von kräftigen, ursprünglichen Destillaten bis hin zu sehr eleganten Varianten aus renommierten Brennereien.
Und unter uns: Die Aufgabe, ein möglichst großes und qualifiziertes Tsipouro-Sortiment für unseren Shop zusammenzustellen und dieses aufrechtzuerhalten, ist spannend und herausfordernd. Wenn Sie möchten, können Sie gerne einmal vorbeischauen.
Bewusst genießen lohnt sich.
Jamas!
Frank Steiniger
-
Was ist Ouzo?
Mit Ouzo in einer griechischen TaverneOuzo ist eine griechische Anisspirituose, die traditionell in Griechenland hergestellt wird. Charakteristisch ist sein intensives Aroma nach Anis sowie der sogenannte Ouzo-Effekt: Gibt man Wasser oder Eis hinzu, wird die klare Spirituose milchig.
Diese Frage bekomme ich tatsächlich öfter gestellt – und zwar nicht nur von Griechenland-Fans, sondern auch von Menschen, die Ouzo vielleicht einmal im Urlaub probiert haben und sich danach fragen, was genau dahintersteckt.
Im Kern ist Ouzo eine Spirituose mit Anisgeschmack, die eng mit der Ess- und Trinkkultur Griechenlands verbunden ist.
Doch Ouzo ist weit mehr als nur ein Schnaps. Für viele Griechen – und inzwischen auch für viele Liebhaber in Deutschland – steht er für ein Stück Lebensgefühl.
Ouzo – der Geschmack Griechenlands
Die Spirituose ist klar und besitzt ein intensives Aroma nach Anis, das viele Menschen an Lakritz erinnert.
Hergestellt wird sie aus hochprozentigem Alkohol, der anschließend mit Anis und häufig auch mit weiteren Kräutern und Gewürzen aromatisiert wird. Dabei kommen zum Beispiel Fenchel, Koriander oder andere botanische Zutaten zum Einsatz.
Der Alkoholgehalt liegt meist zwischen 37,5 % und etwa 50 % Vol.
Typisch ist auch der sogenannte Ouzo-Effekt: Gibt man Wasser oder Eis hinzu, wird der zuvor klare Ouzo milchig. Ursache dafür sind die ätherischen Öle des Anis, die sich im Alkohol lösen, im Wasser jedoch nicht mehr vollständig.
Mehr darüber, wie man Ouzo traditionell genießt, erfahren Sie auch in unserem Beitrag darüber, wie man Ouzo richtig trinkt.
Der Ouzo-Effekt – und ein verbreitetes Missverständnis
Rund um den sogenannten Ouzo-Effekt hält sich eine Annahme, die man immer wieder hört: Je milchiger oder „weißer“ ein Ouzo beim Mischen mit Wasser wird, desto höher soll angeblich seine Qualität sein.
In der Praxis ist das so jedoch nicht ganz richtig. Die Trübung entsteht durch die ätherischen Öle – insbesondere das enthaltene Anethol, das für das typische Anisaroma verantwortlich ist. Je höher der Anteil dieser Öle ist, desto intensiver fällt die milchige Färbung aus.
Dabei wird oft übersehen, dass Anethol nicht ausschließlich aus der klassischen Destillation von Anissamen stammt. Es kann auch in Form von zugesetzten Aromakomponenten verwendet werden, um den Geschmack gezielt zu steuern.
Aus meiner Erfahrung vor Ort in verschiedenen Brennereien zeigt sich deshalb ein differenzierteres Bild: Hochwertige Ouzo, die vollständig aus Destillat bestehen, wirken im Glas mit Wasser häufig etwas feiner und eher hellgrau als stark schneeweiß.
Gleichzeitig gehört es zur Realität, dass viele Hersteller – auch im Premium-Bereich – Anethol in kleinen Mengen zur geschmacklichen Feinabstimmung einsetzen. Entscheidend ist am Ende nicht die Farbe im Glas, sondern die Balance, die Qualität der Zutaten und die Art der Herstellung.
Kurz gesagt: Die Trübung kann ein Hinweis sein – sie ist aber kein verlässliches Qualitätsmerkmal.
Eine echte Spezialität aus Griechenland und Zypern
Was viele nicht wissen: Ouzo ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Das bedeutet, dass echter Ouzo ausschließlich in Griechenland und Zypern hergestellt werden darf.
Seine Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die ersten Brennereien begannen, die Spirituose in größerem Stil zu produzieren.
Heute gilt Ouzo als Nationalgetränk Griechenlands und ist aus der griechischen Gastronomie kaum wegzudenken.
Interessante Fakten über Ouzo
Rund um Ouzo gibt es einige spannende Fakten. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr etwa 40 Millionen Flaschen produziert. Ein großer Teil davon wird in Griechenland selbst konsumiert, doch auch international ist Ouzo sehr beliebt.
Deutschland spielt dabei eine besondere Rolle. Kein anderes Land importiert so viel Ouzo wie die Bundesrepublik. Branchenangaben zufolge gelangen jährlich über 15 Millionen Flaschen nach Deutschland. Damit ist Deutschland weltweit der wichtigste Exportmarkt für griechischen Ouzo, gefolgt vom Irak. Das überrascht viele.
Mehr als nur ein Getränk
In Griechenland ist Ouzo selten ein Getränk, das man einfach schnell trinkt. Meist wird er gemeinsam mit kleinen Vorspeisen – den berühmten Mezedes – serviert.
Ein Glas steht dabei oft am Anfang eines langen Abends mit Freunden, Familie oder guten Gesprächen. Es geht weniger darum, Alkohol zu trinken, sondern vielmehr um das gemeinsame Genießen.
Oder anders gesagt:
Ouzo ist weniger ein Getränk – sondern eher ein kleines Ritual.‚Lass uns ein Symposium machen!‘ – diesen Satz habe ich bei meinen Besuchen in den Brennereien häufiger zum Feierabend gehört.
Und welche Speisen besonders gut dazu passen, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag darüber, zu welchem Essen Ouzo am besten passt.
Häufige Fragen über Ouzo
Wie viel Alkohol hat Ouzo?
Der Alkoholgehalt liegt meist zwischen etwa 37,5 % und 50 % Vol.Warum wird Ouzo milchig?
Wenn Wasser oder Eis hinzugegeben wird, lösen sich die ätherischen Öle des Anis nicht mehr vollständig im Alkohol. Dadurch entsteht die typische milchige Färbung.Woher kommt Ouzo ursprünglich?
Die Spirituose wird seit dem 19. Jahrhundert in Griechenland hergestellt und gilt heute als Nationalgetränk des Landes.Meine persönliche Verbindung zu Ouzo
Vielleicht noch ein paar Worte zu mir:
Die Idee zu Ouzoland.de entstand aus meiner Begeisterung für hochwertige griechische Produkte und die besondere Genusskultur des Landes. Mein Ziel war von Anfang an, einen modernen Fachversand für griechische Qualitätsprodukte aufzubauen – einen Shop mit Gesicht und Seele, in dem Genuss, Information und Emotion zusammenkommen.Ouzo spielt dabei natürlich eine ganz besondere Rolle. Über die Jahre habe ich viele verschiedene Sorten kennengelernt und probiert – von klassischen Varianten bis hin zu echten Premium-Destillaten.
Und ich kann ehrlich sagen:
Je mehr man sich mit dieser Spirituose beschäftigt, desto spannender wird ihre Welt. Es ist eine spannende Aufgabe, ein möglichst großes und qualifiziertes Ouzo-Sortiment für unseren Shop zusammenzustellen und dieses aufrechtzuerhalten. Schauen Sie gerne mal rein!Fazit
Ouzo ist eine traditionsreiche griechische Spirituose mit charakteristischem Anisgeschmack und einer langen Geschichte. Noch wichtiger ist jedoch, dass er für viele Menschen ein Symbol für Geselligkeit, Genuss und mediterrane Lebensart ist.
Und genau deshalb passt ein Glas Ouzo so gut zu einem entspannten Abend mit Freunden, kleinen Mezedes und guten Gesprächen.
Wenn Sie sich außerdem für die Unterschiede zwischen griechischen Spirituosen interessieren, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Beitrag über Ouzo, Tsipouro und Raki – die wichtigsten Unterschiede.
Bewusst genießen lohnt sich.
Jamas!
Frank Steiniger
-
Ouzo, Tsipouro und Raki – die wichtigsten Unterschiede
Unterschied zwischen Ouzo, Tsipouro und RakiSobald man in die Welt der griechischen Spirituosen eintaucht, stellt sich oft die Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Ouzo, Tsipouro und Raki aus Kreta?
Die Antwort liegt vor allem in der Herstellung: Ouzo wird aus Agraralkohol hergestellt und immer mit Anis aromatisiert. Tsipouro und kretischer Raki werden dagegen aus Traubentrester gebrannt. Tsipouro kann dabei mit Anis verfeinert sein – der kretische Raki jedoch nicht.
Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:
Ouzo
Ouzo wird im Allgemeinen aus Agraralkohol (Getreide, Zuckerrübenmelasse oder Kartoffeln – jedoch nicht aus Tresterbrand) destilliert und muss immer mit Anis aromatisiert werden.
Er gehört zur Gruppe der Anisée, also Spirituosen mit Anisaroma. Dazu zählen unter anderem der französische Pastis, der italienische Sambuca, der spanische Anisados sowie der arabische Arak.
Mehr über Ouzo erfahren Sie auch hier: Was ist Ouzo?
Tsipouro
Tsipouro wird immer aus Trester – also den Pressrückständen der Weinherstellung – destilliert und kann mit Anis aromatisiert werden. Die Betonung liegt auf kann!
In einigen Regionen Griechenlands ist die Variante mit Anis sehr beliebt. Ich persönlich finde: Geschmackssache! Für manche ist es fast schon eine Glaubensfrage. Klar ist aber: Tsipouro wird immer aus Traubentrester gebrannt – das ist die Basis.
Mehr über Tsipouro erfahren Sie auch hier: Was ist Tsipouro?
Raki oder Tsikoudia aus Kreta
Der kretische Raki, auch Tsikoudia genannt, ist ebenfalls ein Tresterbrand und damit eng mit Tsipouro verwandt.
Der entscheidende Unterschied: Kretischer Raki enthält keinen Anis. Bitte also nicht mit dem türkischen Raki verwechseln – das sind zwei völlig unterschiedliche Spirituosen!
Und noch interessant: Tsipouro ohne Anis sowie kretischer Raki sind geschmacklich durchaus mit einem italienischen Grappa vergleichbar.
Also quasi die Cousins vom Grappa.
Kurz gesagt
Ouzo basiert auf neutralem Alkohol und Anis.
Tsipouro und Raki entstehen aus Traubentrester – mit dem Unterschied, dass Tsipouro Anis enthalten kann, Raki jedoch nicht.Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ouzo und Tsipouro?
Ouzo wird aus Agraralkohol hergestellt und enthält immer Anis. Tsipouro wird aus Traubentrester destilliert und kann je nach Region mit oder ohne Anis produziert werden.Ist kretischer Raki das gleiche wie türkischer Raki?
Nein. Kretischer Raki (Tsikoudia) ist ein Tresterbrand ohne Anis. Türkischer Raki gehört dagegen zu den Anisspirituosen.Eigentlich gar nicht so kompliziert: Ouzo, Tsipouro und kretischer Raki haben jeweils ihren eigenen Charakter.
Wer das einmal verstanden hat, schaut auf das nächste Glas vielleicht mit etwas anderen Augen.
Jamas!
Frank Steiniger
P.S. Und wie einen feinen Ouzo richtig genießen? Hier mehr dazu erfahren!
-
Warum Ouzo nicht gleich Ouzo ist – Geschmacksunterschiede, Herstellung und Charakter
Traditionelle Ouzo-Destillation in GriechenlandEinleitung
Viele Genießer gehen davon aus, dass Ouzo immer ähnlich schmeckt – intensiv nach Anis, leicht süßlich und mit kräftigem Alkohol. Doch wer sich näher mit griechischen Destillaten beschäftigt, merkt schnell: Ouzo ist nicht gleich Ouzo.
Zwischen industriell produzierten Handelsmarken und handwerklich hergestellten Destillaten kleiner Familienbrennereien liegen geschmacklich oft Welten. Unterschiede in Herstellung, Zutaten und Rezeptur prägen Charakter, Tiefe und Struktur eines Ouzo deutlich stärker, als viele vermuten.
Was macht Ouzo geschmacklich unterschiedlich?
Der Geschmack eines Ouzo entsteht nicht zufällig. Er ist das Ergebnis mehrerer Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen.
Ein wesentlicher Punkt ist der Anteil des Destillats. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 20 % Destillatanteil. Hochwertige Premium-Ouzos bestehen jedoch zu 100 % aus Destillat. Diese Varianten wirken oft komplexer, runder und weniger alkoholisch scharf.
Auch die Auswahl der Kräuter spielt eine entscheidende Rolle. Neben Anis kommen häufig Fenchel, Sternanis oder weitere Gewürze zum Einsatz. Qualität und Herkunft dieser Zutaten beeinflussen die Aromatik deutlich. Echter Anis aus den ägäischen Regionen entfaltet ein anderes Profil als standardisierte Aromaextrakte.
Traditionelle Destillation oder moderne Technik?
Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Herstellung.
Traditionell wird Ouzo diskontinuierlich in Kupferbrennblasen destilliert. Dieses Verfahren erfordert Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl. Viele kleinere Brennereien setzen weiterhin auf diese Methode, weil sie den Charakter des Destillats besonders fein herausarbeiten kann.
Moderne Produktionsverfahren ermöglichen hingegen eine effizientere Herstellung größerer Mengen. Das Ergebnis ist häufig gleichmäßiger, aber manchmal auch weniger individuell im Ausdruck.
Wer sich intensiver mit Qualitätsmerkmalen beschäftigen möchte, findet weitere Hintergründe in unserem Beitrag über den besten griechischen Ouzo und wichtige Qualitätskriterien.
Zucker und Alkohol – zwei unterschätzte Faktoren
Neben Kräutern und Destillation beeinflussen auch Zuckerzugabe und Alkoholgehalt den Gesamteindruck.
In der aktuellen EU-Regelung existiert kein klar definierter Höchstwert für Zucker im Ouzo. Einige Hersteller nutzen Zucker, um den Geschmack weicher erscheinen zu lassen. Andere verzichten bewusst darauf und setzen ausschließlich auf die natürliche Süße des Anis.
Auch der Alkoholgehalt variiert. Während viele Ouzos mit etwa 37,5 % oder 38 % Vol. abgefüllt werden, beginnen hochwertige Varianten häufig bei 40 % Vol. oder mehr. Ein höherer Alkoholgehalt kann die Aromen klarer tragen – vorausgesetzt, das Destillat ist sauber gearbeitet.
Handelsmarke oder Familienbrennerei?
Ein großer Teil der in Deutschland erhältlichen Ouzos stammt aus wenigen großen Produktionsstätten. Handelsmarken unterscheiden sich häufig nur durch Etikett und Marketing.
Demgegenüber stehen kleinere Destillerien mit individuellen Rezepturen, regionalen Zutaten und persönlicher Handschrift. Diese Ouzos zeigen oft mehr Tiefe, Charakter und Eigenständigkeit.
Wer verschiedene Stilrichtungen entdecken möchte, findet in unserer Kategorie Ouzo eine breite Auswahl an milden, klassischen und Premium-Varianten.
Der Alltags-Ouzo – leicht, mild und unkompliziert
Nicht jeder Ouzo muss komplex und vielschichtig sein. Neben hochwertigen Premium-Destillaten gibt es auch Ouzos, die bewusst leichter zugänglich und unkompliziert gehalten sind – ideal für den täglichen Genuss oder als typischer Aperitif in geselliger Runde.
Ein Beispiel für diesen Stil ist der Ouzo Apollo (0,7 l), der sich durch seine besonders milde und ausgewogene Art auszeichnet. Im Vergleich zu intensiveren Premium-Ouzos wirkt er leichter, weicher und weniger dominierend im Anisaroma – genau das macht ihn für viele Genießer und Genießerinnen so angenehm.
Gerade in der griechischen Gastronomie ist dieser Stil weit verbreitet. Ouzo wird dort traditionell als kleine Aufmerksamkeit gereicht – oft „aufs Haus“ – und soll vor allem eines: unkompliziert Freude machen. Ein milder, zugänglicher Ouzo wie der Apollo erfüllt genau diese Rolle.
Durch seine ausgewogene Struktur eignet er sich hervorragend als Einstieg in die Welt des Ouzo, aber auch als Begleiter zu Meze oder geselligen Abenden. Nicht ohne Grund gehört er zu den bekanntesten und beliebtesten Ouzos im Alltag.
Wer einen besonders milden und vielseitigen Ouzo sucht, kann den Ouzo Apollo (0,7 l) hier online entdecken und bestellen.
Fazit: Vielfalt bewusst entdecken
Ouzo ist weit mehr als eine einfache Anisspirituose. Unterschiede in Destillation, Zutaten, Zuckerzugabe und Alkoholgehalt sorgen für ein breites geschmackliches Spektrum.
Wer genauer hinschaut, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt – vom leichten Alltags-Ouzo bis hin zum komplexen Premium-Destillat mit 100 % Destillatanteil.
Bewusst vergleichen und probieren lohnt sich. Erst dann zeigt sich, wie facettenreich griechischer Ouzo tatsächlich sein kann.
Wer die Unterschiede kennt, entdeckt die Vielfalt des Ouzo mit ganz neuen Augen. Qualität zeigt sich oft im Detail – und im Glas.
Bewusst genießen lohnt sich.
Jamas!
Frank Steiniger
-
Welcher Ouzo ist der beste? Drei Premium-Ouzo für echte Genießer
Premium Ouzo Giannatsi, Kazanisto und Babatzim – drei hochwertige griechische Ouzo-EmpfehlungenWelcher Ouzo ist der beste? Diese Frage wird mir seit vielen Jahren immer wieder gestellt – von Kunden, von Griechenland-Reisenden und von Menschen, die sich intensiver mit der Anisspirituose beschäftigen möchten.
In den letzten Jahren ist das Thema Ouzo im Internet deutlich präsenter geworden. Viele Beiträge vergleichen Marken oder stellen Ranglisten auf. Was dabei jedoch oft zu kurz kommt, ist die tatsächliche Erfahrung mit der Spirituose – insbesondere vor Ort in Griechenland, in den Brennereien selbst.
Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren intensiv mit Ouzo und habe im Laufe der Zeit zahlreiche Hersteller persönlich besucht, mit Produzenten gesprochen und unterschiedliche Stilrichtungen direkt vor Ort kennengelernt.
Deshalb fällt meine Antwort auf diese Frage etwas differenzierter aus: Einen „besten Ouzo“ im absoluten Sinn gibt es nicht – aber es gibt große Unterschiede in Qualität, Herstellung und Charakter.
Warum schmeckt Ouzo so unterschiedlich?
Ein Großteil der in Deutschland erhältlichen Ouzos stammt aus wenigen großen Produktionsstätten. Viele Handelsmarken werden technisch an Markttrends angepasst und unterscheiden sich geschmacklich oft nur in Nuancen. Das erklärt, warum sich manche Konsumenten an einen bestimmten Stil „eingetrunken“ haben.
Ganz anders präsentieren sich jedoch die Ouzos kleiner Familienbrennereien. Hier spielen handwerkliche Erfahrung, traditionelle Rezepturen und die Qualität der verwendeten Zutaten eine deutlich größere Rolle. Solche Destillate zeigen mehr Charakter, mehr Tiefe und eine individuelle Aromatik, die überrascht.
Was macht einen guten Ouzo aus?
Die Qualität eines Ouzo beginnt bei den Rohstoffen. Der verwendete Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs bildet die Basis des Destillats. Ebenso entscheidend sind echter Anis, ausgewählte Kräuter und Gewürze sowie die Qualität des Wassers, mit dem das Destillat später auf Trinkstärke gebracht wird.
Ein Ouzo mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Destillatanteil von 20 Prozent kann durchaus ausgewogen und angenehm schmecken. Ein Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillatanteil bietet jedoch häufig eine feinere Struktur, mehr aromatische Komplexität und einen längeren Abgang.
Herstellung von Ouzo und gesetzliche Vorgaben
Nach der EU-Spirituosenverordnung 110/2008 gehört Ouzo zur Kategorie „Destillierter Anis“. Er muss einen Alkoholgehalt von mindestens 35 Prozent Volumen aufweisen und darf sich nur Ouzo nennen, wenn er in Griechenland oder Zypern hergestellt wurde.
In der Praxis werden viele Ouzos mit 37,5 oder 38 Prozent Volumen abgefüllt. Hochwertige Varianten beginnen meist bei etwa 40 Prozent Volumen oder darüber. Die traditionelle diskontinuierliche Destillation in Kupferbrennblasen ist heute zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, wird jedoch von vielen Qualitätsherstellern weiterhin bewusst eingesetzt.
Zuckergehalt – ein oft übersehener Faktor
Ein interessanter Aspekt ist der Zuckergehalt. Während in früheren EU-Verordnungen noch Grenzwerte genannt wurden, existiert heute kein festgelegter Höchstwert mehr. Einige bekannte Ouzos enthalten durchaus nennenswerte Mengen Zucker, was sich auf die Weichheit und den Gesamteindruck auswirken kann.
Andere Produzenten verzichten bewusst auf zusätzlichen Zucker und setzen ausschließlich auf die natürliche Süße des Anis. Solche Ouzos wirken oft klarer, trockener und strukturierter im Geschmack. Wer Ouzo bewusst genießen möchte, sollte diesen Unterschied kennen.
Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillat
Wie bei Whisky oder Gin zeigt sich auch beim Ouzo: Qualität hat ihren Preis. Ein Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillat überzeugt häufig durch eine harmonische Balance, eine feinere Aromatik und eine angenehm integrierte Alkoholstruktur.
Während bei anderen Spirituosen hohe Preise selbstverständlich akzeptiert werden, wird Ouzo hierzulande noch immer unterschätzt. Doch die Nachfrage nach hochwertigen griechischen Spirituosen wächst stetig. Viele Griechenland-Reisende entdecken im Urlaub neue Geschmackserlebnisse und suchen diese Qualität später auch zu Hause.
Meine persönlichen Empfehlungen
Auf die Frage, welcher Ouzo der beste ist, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Geschmack bleibt immer individuell.
Die folgenden drei Ouzo empfehle ich nicht nur aufgrund ihrer Qualität, sondern auch aufgrund meiner Erfahrungen vor Ort. Ich kenne alle drei Hersteller persönlich und habe mir jeweils einen Tag lang die Produktion erklären lassen. Dabei waren alle Produzenten offen, transparent und haben mir Einblicke gegeben, die man so nicht aus Büchern oder aus dem Internet bekommt.
Besonders spannend war für mich, wie unterschiedlich die Charaktere der Ouzo sind – fast so, als hätten sie jeweils ihre eigene „Musik“:
Der Ouzo Kazanisto von Stoupakis auf Chios erinnert mich an klassische Musik – fein, ausgewogen und elegant. Ein Ouzo mit Tiefe, der sich besonders für Genießer eignet und auch viele anspricht, die einen weicheren, harmonischen Stil bevorzugen.
Der Ouzo Giannatsi Plomari von Lesbos ist für mich eher Blues – traditionell, unverfälscht und ehrlich. Ein Ouzo mit klarer Struktur und Charakter, der sehr nah an der ursprünglichen Ouzo-Tradition bleibt.
Der Ouzo Babatzim Classic aus Thessaloniki dagegen ist Rock’n’Roll – kraftvoll, markant und mit einer gewissen Rauheit. Ein Ouzo mit Persönlichkeit, der aneckt und genau deshalb spannend ist.
Genau diese Unterschiede spiegeln sich nicht nur im Geschmack wider, sondern auch in den Menschen und in der Art, wie die Ouzo hergestellt werden.
Alle drei gehören zu den Premium-Ouzos mit 100 Prozent Destillatanteil und zeichnen sich durch Charakter, Tiefe und eine elegante und komplexe Aromatik aus.
Am Ende entscheidet natürlich immer der eigene Geschmack. Doch eines ist sicher: Ein wirklich guter Ouzo kann mehr sein als nur ein Aperitif – er ist ein Stück griechische Genusskultur. Wer neugierig geworden ist, findet im Shop eine Auswahl persönlich ausgewählter Ouzo aus Griechenland.
Fazit
Ein guter Ouzo ist kein Zufallsprodukt. Qualität entsteht durch hochwertige Zutaten, sorgfältige Herstellung und echtes Engagement der Produzenten. Wer bewusst auswählt, entdeckt eine Spirituose mit erstaunlicher Vielfalt und Charakter.
Trinken Sie nicht irgendetwas. Stoßen Sie lieber mit einem Glas guten Ouzo an – bewusst, genussvoll und mit Freude.
Jamas!
Frank Steiniger
-
Besuch in der Ölmühle Lianos
Olivenöl Ernte im Peloponnes: Besuch bei der Ölmühle Lianos
Frank Steiniger bei der Olivenöl Ernte in der familiengeführten Ölmühle Lianos im nördlichen Peloponnes.Olivenöl Ernte Peloponnes – warum ich jedes Jahr vor Ort bin
Die Olivenöl Ernte Peloponnes ist für mich jedes Jahr ein besonderer Moment. Seit einigen Jahren fahre ich im Januar mit der Bahn von Athen auf den nördlichen Peloponnes – zur familiengeführten Ölmühle Lianos. Dort entsteht unser griechisches Olivenöl nativ extra aus der seltenen Sorte Patrinia.
Der Anlass meiner Reise ist die Sammelbestellung meiner langjährigen Stammkunden. Sobald das frische Olivenöl der aktuellen Ernte verfügbar ist, bündeln wir die Bestellungen. Meist kommt eine ganze Palette mit 5 Liter Kanistern zusammen – direkt vom Erzeuger.
Olivenkisten mit frisch geernteten Oliven vor der Verarbeitung in der Ölmühle Lianos im nördlichen Peloponnes.Hochbetrieb während der Olivenöl Ernte im Peloponnes
Während der Ernte herrscht in der Ölmühle Hochsaison. Der Hof ist voller Pickups, beladen mit frisch geernteten Oliven aus der umliegenden Region. Seit Anfang November laufen die Pressen nahezu rund um die Uhr.
Die Oliven werden unmittelbar nach der Anlieferung verarbeitet. Schnelligkeit ist entscheidend für Qualität. In der modernen Anlage erfolgt die mechanische Kaltextraktion bei maximal 27 °C. Nur so darf sich das Öl „nativ extra“ nennen.
Frischer Olivensaft fließt in die Edelstahltanks – lebendig, grün schimmernd und intensiv duftend.
Frank Steiniger beobachtet die Verarbeitung frisch geernteter Oliven in der Ölmühle Lianos im nördlichen Peloponnes.Die Sorte Patrinia – heimisch im nördlichen Peloponnes
Die traditionelle Olivensorte Koutsourelia, auch Patrinia genannt, ist ausschließlich im Norden des Peloponnes beheimatet. Genau diese regionale Besonderheit macht den Charakter unseres Olivenöls aus.
Im Vergleich zur bekannten Koroneiki-Olive schmeckt die Patrinia milder, ausgewogener und weniger bitter im Abgang. Das Öl wirkt harmonisch, mittel-fruchtig und angenehm würzig – auch für Olivenöl-Neuentdecker bestens geeignet.
Beim Verkosten direkt nach der Extraktion zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wie frisch ein erntefrisches Olivenöl schmeckt. Dieser Moment ist für mich eines der Highlights der Reise.
Frisch extrahiertes Olivenöl nativ extra während der Kaltextraktion in der Ölmühle Lianos im Peloponnes.Abfüllung meines Olivenöls in 5 Liter Kanister
Bevor meine Bestellung abgefüllt wird, verkoste ich das Öl gemeinsam mit Konstantinos Lianos, dem Inhaber der Ölmühle. Erst danach beginnen wir mit der Abfüllung meiner Kanister.
Frank Steiniger und Konstantinos Lianos verkosten frisch extrahiertes Olivenöl direkt in der Ölmühle Lianos.Sortenrein, doppelt filtriert und direkt aus dem Edelstahltank wird das Olivenöl in 5 Liter Kanister abgefüllt. Einige Tage später macht sich die Palette auf den Weg nach Deutschland – und von dort zu meinen Stammkunden.
Abfüllung des griechischen Olivenöls nativ extra in 5 Liter Kanister bei der Ölmühle Lianos im Peloponnes.Wer sich für unser griechisches Olivenöl nativ extra aus der Sorte Patrinia interessiert, findet hier weitere Informationen:
Familienbetrieb in vierter Generation
Die Ölmühle befindet sich im Privatbesitz von Konstantinos Lianos und wird in vierter Generation geführt. Das Olivenöl stammt von eigenen Olivenhainen sowie von Erzeugern der unmittelbaren Region.
Zur Mittagszeit sitzen wir gemeinsam mit der Familie und dem Team zusammen. Wir essen, trinken und tauschen uns aus. Diese persönlichen Begegnungen sind für mich genauso wichtig wie die technische Qualität.
Gemeinsames Mittagessen mit der Familie Lianos in der Ölmühle während der Olivenöl Ernte im Peloponnes.Ich weiß, woher unser Olivenöl kommt. Ich kenne die Menschen dahinter.
Transparenz statt anonymer Handelsware
Mir ist wichtig, nicht nur Händler zu sein, sondern die Herstellung unseres Olivenöls persönlich zu begleiten. Von der Olivenöl Ernte Peloponnes über die Kaltextraktion bis zur Abfüllung in die Kanister sehe ich jeden Schritt selbst.
Diese Transparenz ist die Grundlage für das Vertrauen meiner Kunden.
Deshalb lautet mein Leitsatz:
Gutes Olivenöl verbindet Menschen.
Kali orexi!
Frank Steiniger
Artikel 11 bis 16 von 16 gesamt
- 1
- 2
