Premium-Ouzo
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Warum Ouzo Kazanisto anders schmeckt – ein Ouzo für Feinschmecker
Bei meinem Besuch der Stoupakis Brennerei auf Chios.Auf meiner Suche nach dem besten Ouzo stoße ich immer wieder auf neue Erkenntnisse. Eine besondere Entdeckung war für mich vor vielen Jahren der Ouzo Kazanisto von der Familienbrennerei Stoupakis auf der Insel Chios.
Nach dem ersten neugierigen Schlückchen bemerkte ich sogleich: Der Kazanisto ist geschmacklich irgendwie anders.
Spätere gemeinsame Tastings mit völlig „Ahnungslosen“ bestätigten meine Meinung.
Joo, der ist anders!
Aber warum?
Ein Blick auf das Flaschenetikett machte mich noch neugieriger. Dort stand „100 % distilled“ und „no added sugar“. Ein Ouzo aus 100 Prozent Destillat also, ohne zusätzlichen Zucker.
Oha!
Aber woher stammt dann die dezente Süße im Ouzo Kazanisto?
„Der schmeckt ja voll nach Kräutern!“
Bei meinen Ouzo-Tastings vor Corona habe ich über die Jahre eine interessante Beobachtung gemacht. Der Kazanisto war nie der Ouzo, auf den sich alle Teilnehmer sofort stürzten.
Wer einen sehr süßen und gefälligen Ouzo erwartete, war manchmal sogar irritiert:
„Der schmeckt ja voll nach Kräutern!“
Meine Antwort darauf war meist recht einfach:
Was ist Ouzo eigentlich? Ist das kein Kräuterschnaps?
Andere Teilnehmer wurden dagegen gerade beim Kazanisto neugierig. Es waren häufig Menschen, die sich auch sonst gerne mit gutem Essen, Wein und besonderen Produkten beschäftigten. Sie suchten nicht den süßesten oder gefälligsten Ouzo des Abends. Sie wollten wissen, was sie da im Glas hatten.
Und genau bei diesen Feinschmeckerinnen und Feinschmeckern kam der Kazanisto besonders gut an.
Die Meinungen waren also durchaus gespalten. Aber vielleicht lag genau darin das Geheimnis dieses Ouzo.
Verkostung des Ouzo Kazanisto bei meinem Besuch der Brennerei Stoupakis auf Chios.100 Prozent Destillat und kein zusätzlicher Zucker
Beim Kazanisto fehlt die oftmals überschwängliche Süße mancher anderer Ouzo. Stattdessen stehen die Kräuter und der Anis deutlicher im Mittelpunkt.
Nach Rücksprache mit Stoupakis wusste ich schließlich auch, warum.
Für den Ouzo Kazanisto wird Anis von der Insel Chios verwendet. Man sagt, auf Lesbos und Chios wächst der beste Anis der Welt. Und dieser Anis dominiert den Geschmack und erzeugt die dezente natürliche Süße im Kazanisto.
Anis von Chios – ein wichtiger Rohstoff für den Ouzo Kazanisto.
Bauern bei der Aussaat des Anis auf Chios.Mehr nicht.
Auch Mastix, wie ich damals zunächst vermutete, ist nicht enthalten.
Der Kazanisto wird aus 100 Prozent Ouzo-Destillat hergestellt. Auf zusätzlichen Zucker wird laut Stoupakis verzichtet. Genau diese Kombination macht ihn für mich so besonders: Er ist kräuterbetont, fein und eigenständig.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum er nicht jedem auf Anhieb gefällt.
Aber muss ein guter Ouzo eigentlich jedem gefallen?
Traditionelle Brenntechnik bei Stoupakis auf Chios.Meine Reise zu Stoupakis auf Chios
Irgendwann wollte ich es genauer wissen und habe die Brennerei Stoupakis auf Chios selbst besucht.
Schon die Überfahrt von Lesbos nach Chios mit der „Nissos Samos“ war ein Erlebnis. Der Sonnenuntergang während der Fahrt war ganz großes Kino!
Am nächsten Morgen holte mich Manolis Haviaras, der geschäftsführende Gesellschafter von Stoupakis, vor meinem Hotel ab. Gemeinsam fuhren wir zur Brennerei.
Dort konnte ich mir ansehen, wo der Ouzo hergestellt wird, der mich Jahre zuvor beim ersten Schluck so neugierig gemacht hatte.
Und ich kann nur sagen:
Alles tipptopp!
Ich habe im Laufe der Jahre einige griechische Brennereien besucht. Bei Stoupakis beeindruckte mich besonders die Verbindung aus traditioneller Destillation und moderner Technik. Die Produktion war in einem außergewöhnlich gepflegten Zustand.
Hier werden Tradition und Qualität nicht nur auf ein Etikett geschrieben. Man kann sie sehen.
Vor der Stoupakis Brennerei auf Chios.Von der Kupferbrennblase ins Glas
Besonders interessant waren für mich natürlich die traditionellen Kupferbrennblasen. Hier entstehen der Ouzo Kazanisto und weitere Spezialitäten der Brennerei.
Für jemanden, der sich seit Jahren mit Ouzo beschäftigt, sind solche Besuche unbezahlbar. Man kann viel über Herstellung und Qualität lesen. Etwas anderes ist es, vor den Brennblasen zu stehen, mit den Menschen zu sprechen und sich die Produktion direkt vor Ort erklären zu lassen.
Zum Abschluss meines Besuches wurden natürlich auch der Ouzo Kazanisto mit 40 % Vol. und sein großer Bruder mit 46 % Vol. verkostet.
Der Ouzo Kazanisto 40 % ist bis heute mein Favorit und auch bei meinen Kunden die beliebtere Variante. Fein, ausgewogen und elegant.
Der 46er ist dagegen etwas für Freunde schwergewichtiger Ouzo. Mehr Kraft, mehr Alkohol und ein anderer Auftritt.
Beide werden aus 100 Prozent Destillat hergestellt. Und beide tragen unverkennbar die Handschrift des Kazanisto.
Wenn Ouzo Musik wäre
Ich habe einmal versucht, meine drei Lieblings-Ouzo mit Musik zu vergleichen.
Der Ouzo Giannatsi von Lesbos ist für mich Blues. Traditionell, ehrlich und unverfälscht.
Der Babatzim Classic aus Thessaloniki ist Rock ’n’ Roll. Ein sympathisches Raubein mit E-Gitarre.
Und der Kazanisto?
Klassische Musik.
Vielleicht eine Geige.
Fein, elegant und nicht unbedingt etwas für den schnellen Effekt. Ein Ouzo, bei dem man genauer hinschmecken darf.
Deshalb sage ich bis heute: Der Ouzo Kazanisto ist ein Ouzo für Feinschmeckerinnen und Feinschmecker.
Mehr über meine drei persönlichen Favoriten und warum der Kazanisto für mich zur klassischen Musik, der Giannatsi zum Blues und der Babatzim zum Rock ’n’ Roll gehört, erfahren Sie in meinem Beitrag „Welcher Ouzo ist der beste? Drei Premium-Ouzo für echte Genießer“.
Ouzo Kazanisto klassisch mit gut gekühltem Wasser und griechischen Meze genießen.Mein Fazit
Meine erste Reaktion auf den Kazanisto war:
Joo, der ist anders!
Viele Jahre, zahlreiche Tastings und einen Besuch bei Stoupakis auf Chios später weiß ich auch, warum.
100 Prozent Destillat. Kein zusätzlicher Zucker. Anis von Chios. Eine ausgeprägte Kräuteraromatik. Und eine Brennerei, in der traditionelle Destillation und moderne Technik zusammenkommen.
Der Kazanisto ist kein Ouzo, der versucht, jedem zu gefallen. Vielleicht gefällt er mir gerade deshalb so gut.
Natürlich immer mit gut gekühltem Wasser und Eis serviert.
Ouzo Kazanisto 40 % – für mich ein Ouzo für Feinschmeckerinnen und Feinschmecker.Jamas!
Frank Steiniger
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Welcher Ouzo ist der beste? Drei Premium-Ouzo für echte Genießer
Premium Ouzo Giannatsi, Kazanisto und Babatzim – drei hochwertige griechische Ouzo-EmpfehlungenWelcher Ouzo ist der beste? Diese Frage wird mir seit vielen Jahren immer wieder gestellt – von Kunden, von Griechenland-Reisenden und von Menschen, die sich intensiver mit der Anisspirituose beschäftigen möchten.
In den letzten Jahren ist das Thema Ouzo im Internet deutlich präsenter geworden. Viele Beiträge vergleichen Marken oder stellen Ranglisten auf. Was dabei jedoch oft zu kurz kommt, ist die tatsächliche Erfahrung mit der Spirituose – insbesondere vor Ort in Griechenland, in den Brennereien selbst.
Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren intensiv mit Ouzo und habe zahlreiche griechische Brennereien persönlich besucht, Produzenten kennengelernt und die unterschiedlichen Herstellungsweisen direkt vor Ort miteinander verglichen.
Deshalb fällt meine Antwort auf diese Frage etwas differenzierter aus: Einen „besten Ouzo“ im absoluten Sinn gibt es nicht – aber es gibt große Unterschiede in Qualität, Herstellung und Charakter.
Meine drei persönlichen Premium-Ouzo-Empfehlungen
Nach zahlreichen Besuchen griechischer Brennereien und vielen Verkostungen gehören für mich derzeit diese drei Premium-Ouzo zu den überzeugendsten:
Warum ich gerade diese drei Premium-Ouzo empfehle, erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Beitrags.
Warum schmeckt Ouzo so unterschiedlich?
Ein Großteil der in Deutschland erhältlichen Ouzos stammt aus wenigen großen Produktionsstätten. Viele Handelsmarken werden technisch an Markttrends angepasst und unterscheiden sich geschmacklich oft nur in Nuancen. Das erklärt, warum sich manche Konsumenten an einen bestimmten Stil „eingetrunken“ haben.
Ganz anders präsentieren sich jedoch die Ouzos kleiner Familienbrennereien. Hier spielen handwerkliche Erfahrung, traditionelle Rezepturen und die Qualität der verwendeten Zutaten eine deutlich größere Rolle. Solche Destillate zeigen mehr Charakter, mehr Tiefe und eine individuelle Aromatik, die überrascht.
Was macht einen guten Ouzo aus?
Die Qualität eines Ouzo beginnt bei den Rohstoffen. Der verwendete Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs bildet die Basis des Destillats. Ebenso entscheidend sind echter Anis, ausgewählte Kräuter und Gewürze sowie die Qualität des Wassers, mit dem das Destillat später auf Trinkstärke gebracht wird.
Ein Ouzo mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Destillatanteil von 20 Prozent kann durchaus ausgewogen und angenehm schmecken. Ein Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillatanteil bietet jedoch häufig eine feinere Struktur, mehr aromatische Komplexität und einen längeren Abgang.
Herstellung von Ouzo und gesetzliche Vorgaben
Nach der EU-Spirituosenverordnung 110/2008 gehört Ouzo zur Kategorie „Destillierter Anis“. Er muss einen Alkoholgehalt von mindestens 35 Prozent Volumen aufweisen und darf sich nur Ouzo nennen, wenn er in Griechenland oder Zypern hergestellt wurde.
In der Praxis werden viele Ouzos mit 37,5 oder 38 Prozent Volumen abgefüllt. Hochwertige Varianten beginnen meist bei etwa 40 Prozent Volumen oder darüber. Die traditionelle diskontinuierliche Destillation in Kupferbrennblasen ist heute zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, wird jedoch von vielen Qualitätsherstellern weiterhin bewusst eingesetzt.
Zuckergehalt – ein oft übersehener Faktor
Ein interessanter Aspekt ist der Zuckergehalt. Während in früheren EU-Verordnungen noch Grenzwerte genannt wurden, existiert heute kein festgelegter Höchstwert mehr. Einige bekannte Ouzos enthalten durchaus nennenswerte Mengen Zucker, was sich auf die Weichheit und den Gesamteindruck auswirken kann.
Andere Produzenten verzichten bewusst auf zusätzlichen Zucker und setzen ausschließlich auf die natürliche Süße des Anis. Solche Ouzos wirken oft klarer, trockener und strukturierter im Geschmack. Wer Ouzo bewusst genießen möchte, sollte diesen Unterschied kennen.
Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillat
Wie bei Whisky oder Gin zeigt sich auch beim Ouzo: Qualität hat ihren Preis. Ein Premium-Ouzo mit 100 Prozent Destillat überzeugt häufig durch eine harmonische Balance, eine feinere Aromatik und eine angenehm integrierte Alkoholstruktur.
Während bei anderen Spirituosen hohe Preise selbstverständlich akzeptiert werden, wird Ouzo hierzulande noch immer unterschätzt. Doch die Nachfrage nach hochwertigen griechischen Spirituosen wächst stetig. Viele Griechenland-Reisende entdecken im Urlaub neue Geschmackserlebnisse und suchen diese Qualität später auch zu Hause.
Warum ich gerade diese drei Premium-Ouzo empfehle
Auf die Frage, welcher Ouzo der beste ist, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Geschmack bleibt immer individuell.
Die folgenden drei Ouzo empfehle ich nicht nur aufgrund ihrer Qualität, sondern auch aufgrund meiner Erfahrungen vor Ort. Ich kenne alle drei Hersteller persönlich und habe mir jeweils einen Tag lang die Produktion erklären lassen. Dabei waren alle Produzenten offen, transparent und haben mir Einblicke gegeben, die man so nicht aus Büchern oder aus dem Internet bekommt.
Besonders spannend war für mich, wie unterschiedlich die Charaktere der Ouzo sind – fast so, als hätten sie jeweils ihre eigene „Musik“:
Der Ouzo Kazanisto von Stoupakis auf Chios erinnert mich an klassische Musik – fein, ausgewogen und elegant. Ein Ouzo mit Tiefe, der sich besonders für Genießer eignet und auch viele anspricht, die einen weicheren, harmonischen Stil bevorzugen.
Der Ouzo Giannatsi Plomari von Lesbos ist für mich eher Blues – traditionell, unverfälscht und ehrlich. Ein Ouzo mit klarer Struktur und Charakter, der sehr nah an der ursprünglichen Ouzo-Tradition bleibt.
Der Ouzo Babatzim Classic aus Thessaloniki dagegen ist Rock’n’Roll – kraftvoll, markant und mit einer gewissen Rauheit. Ein Ouzo mit Persönlichkeit, der aneckt und genau deshalb spannend ist.
Genau diese Unterschiede spiegeln sich nicht nur im Geschmack wider, sondern auch in den Menschen und in der Art, wie die Ouzo hergestellt werden.
Obwohl sich diese drei Ouzo geschmacklich deutlich unterscheiden, verbindet sie eines: höchste handwerkliche Qualität, eine traditionelle Herstellung und ihre außergewöhnliche Aromatik.
Am Ende entscheidet natürlich immer der eigene Geschmack. Doch eines ist sicher: Ein wirklich guter Ouzo kann mehr sein als nur ein Aperitif – er ist ein Stück griechische Genusskultur. Wer neugierig geworden ist, findet im Shop eine Auswahl persönlich ausgewählter Ouzo aus Griechenland.
Fazit
Ein guter Ouzo ist kein Zufallsprodukt. Qualität entsteht durch hochwertige Zutaten, sorgfältige Herstellung und echtes Engagement der Produzenten. Wer bewusst auswählt, entdeckt eine Spirituose mit erstaunlicher Vielfalt und Charakter.
Trinken Sie nicht irgendetwas. Stoßen Sie lieber mit einem Glas guten Ouzo an – bewusst, genussvoll und mit Freude.
Jamas!
Frank Steiniger
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